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Hitachi Energy in Otelfingen: Was hinter den Kulissen geschieht

Auf dem Jelmoli-Areal sind noch keine Änderungen zu sehen. Seit Hitachi Energy im Juni 2026 den Entscheid für einen Campus in Otelfingen bekannt gegeben hat, wird jedoch intensiv geplant und abgestimmt, damit die ersten Mitarbeitenden möglichst 2029 ihre Arbeit in Otelfingen aufnehmen können.

Während auf dem Areal noch Ruhe herrscht, laufen die Fäden an einem anderen Ort zusammen: am Sitzungstisch. Dort stimmen sich Gemeinde, Hitachi Energy, die heutige Grundeigentümerin Swiss Prime Site und die Planungsbüros ab, wie sie die Umsetzung gemeinsam anpacken. Seit August treffen sie sich regelmässig zu Koordinations- und Planungssitzungen. Im Zentrum steht die Vorbereitung der Baugesuche, wobei der Fokus auf der unbebauten Parzelle im Osten des Jelmoli-Gebäudes liegt. Dort sieht man jetzt schon ab und zu Leute oder Untersuchungsgeräte auf der Parzelle. Für das Prüflabor, das dort als Neubau entstehen soll, wurde bereits vor dem Standortentscheid ein Vorentscheid zur Ausnahmebewilligung für die Gesamt- und Fassadenhöhe beantragt und bewilligt. Gegen den Vorentscheid des Gemeinderats wurde kein Rekurs erhoben, er ist rechtskräftig. Ab Mitte 2029 werden - sofern alles wie geplant umgesetzt werden kann - die ersten Mitarbeitenden ihre Arbeit aufnehmen.

Das ehemalige Jelmoli-Gebäude steht unter Schutz und bleibt erhalten. Sein Äusseres wird das Areal weiterhin prägen und dem Industrieareal ein Gesicht geben, das an seine Geschichte erinnert und zugleich mit Zuversicht in die Zukunft blickt. Zur Weiterentwicklung steht die Bauherrschaft in engem Austausch mit der kantonalen Denkmalpflege.

Der Gemeinderat sieht in der Ansiedlung von Hitachi Energy ein grosses Potenzial für die langfristige Entwicklung und Aufwertung des Industriegebiets sowie für den Wirtschaftsstandort Otelfingen insgesamt. Gleichzeitig ist ihm wichtig, dass sich die Entwicklung möglichst gut in die Gemeinde einfügt und dass die Bedürfnisse der Bevölkerung, soweit dies im Rahmen der Planung möglich ist, berücksichtigt werden.

Die Gemeinde bringt deshalb ihre lokalen Interessen und Rahmenbedingungen frühzeitig in die laufenden Prozesse ein und koordiniert diese mit externen Stellen. Dabei werden auch Themen behandelt, die über die einzelnen Bauvorhaben und damit über die Verantwortung der Bauherrschaft hinausgehen. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung der regionalen Verkehrssituation, zu der bereits eine Auslegeordnung mit kantonalen Stellen und der SBB erstellt wurde.

Bei vielem handelt es sich zurzeit noch um laufende Prozesse und nicht um festgelegte Planungen. Dem Gemeinderat ist eine transparente Kommunikation mit der Bevölkerung wichtig. Die Gemeinde wird deshalb jeweils dann über weitere Schritte informieren, wenn entsprechende Planungsstände vorliegen und gesicherte Aussagen möglich sind.

 

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